Es war einmal vor vielen Jahren ein junger Mann, der gerne gelesen und noch lieber geschrieben hat. Lokalredaktion, Online Reviews, Videospielmagazine. Der Weg in die schreibende Zunft quasi vorherbestimmt. Weshalb er sich an diversen Kurzgeschichten versucht hat. Die meisten davon sind retrospektiv sehr roh, aber ein paar sind bestimmt ganz lesenswert.
Daher habe ich mich entschlossen, diesem jungen Mann wieder eine Perspektive zu geben.
Auf dem Papier war er längst erwachsen; der Autor dieser Zeilen weiß es aber besser. Denn er ist 20 Jahre älter.
Ich habe mich schwer getan, einen Platz für diese Geschichten zu finden. Bin das noch ich? Nein, natürlich nicht. Es wäre auch sehr komisch, wenn das der Fall wäre.
Darum kam es für mich nicht infrage, sie im Zuge meines Blog-Revivals auch dort wieder zu platzieren.
Umgekehrt wollte ich sie aber weder in die Schmuddelecke, wo sie teilweise hingehören, noch zurück in die Schublade packen, aus der ich sie wieder hervorgeholt habe. Denn diese Geschichten sind ein Teil von mir und meinem Werdegang. Und an einige davon denke ich gerne zurück, auch wenn ich sie seit Ewigkeiten selbst nicht gelesen habe. Daher haben diese „mad stories“ nun ihr eigenes Plätzchen erhalten.
Vieles davon war nicht mehr als eine Fingerübung auf dem Weg zu einem Traum, der sich so nie erfüllt hat. Der junge Mann war der festen Überzeugung, eines Tages sein Brot mit dem Schreiben zu verdienen. Auf eine gewisse Art ist es tatsächlich so gekommen – wenn man das Verfassen von Mails dazu zählt.
Doch bitte nicht falsch verstehen: Alles ist gut, so wie es sich entwickelt hat. Wirklich.
Ich bin Maddin. Und hier blicke ich zurück auf mein junges Erwachsenendasein.

