Ah, da ist sie ja endlich.
Sie fragt, ob ich mal eben Zeit habe. Natürlich. Ich bin schließlich nur wegen ihr hierher gekommen, weil sie mir letztens einen Zettel mit Datum, Uhrzeit und Ort zugesteckt hat, nachdem ich sie nur kurz angelächelt und daraufhin in Gedanken nach dieser Unerreichbaren verschmachtet bin. Bevor sie darauf hingewiesen hat, dass sie Männer wie mich ganz besonders mag.
Ich soll schonmal vorgehen zum Billardtisch.
Da will sie mir wahrscheinlich besondere Einblicke gewähren. Und nicht nur, wie geschickt sie selbst darin ist, einzulochen.
Dieses kleine Luder!
Schönen Rock hat sie da an. Aber um ehrlich zu sein, das interessiert mich eigentlich weniger. Ich will Sex. Ich will traumhaften Sex mit dieser traumhaften Frau. Nein, ich will richtig versauten Sex mit dieser Frau. Tabulos von Kopf bis Fuß, von Parkplatz über Toilette bis zum Schlafzimmer.
Neben dem schwarzen Mini, der ihren Knackarsch und ihre langen Beine besonders betont, trägt sie durchsichtige Strümpfe. Die von der Sorte, die ein Mann nie benennen kann, die er so schnell wie möglich auf dem Boden sehen will, die aber verdammt scharf aussehen.
Das Oberteil, schulterfrei, ein Traum in Rot, der ihre wohlgeformten Brüste ganz besonders hervorhebt. Da ist kein Push-Up notwendig, das ist alles praller Busen von Mutter Natur. Vermutlich trägt sie kein Höschen. Ihre Spalte liegt frei und für jeden zugänglich, der nur tief genug am Boden kriecht. Und nicht nur ich bin unterlegen.
Ja, so sind wir Männer – abscheuliche Ungeheuer, die einfach nur von ihrem Schwanz gesteuert auf das nächste Abenteuer aus sind. Scheiß drauf, was sonst so ist. Diese Spalte, dieses Loch dahinter ist das Zentrum unseres Interesses.
Ihr Gesicht: makellos. Porentiefrein. Dunkelbraune Augen, die sagen: Streichel’ mich. Hab mich lieb. Leicht geschminkt, um die Augen hervorzuheben, aber nicht zuviel, um die wahre Schönheit dieser Aphrodite nicht zu verzerren oder zu zerstören.
Der rote Mund, nicht zu groß, jedoch groß genug, um für die wichtigen Dinge und nicht unnötige Worte Platz zu haben.
Die schwarzen Haare gewellt bis zu den Schulterblättern. Diese femme fatale trägt die Haare offen wie ihre Ritze und ihre unverschämte Unverfrorenheit, mit der sie jedem Kerl zeigt, dass sie ihn an den Eiern hat. Aber ich spiele dieses Spiel nur zu gerne mit. Denn gewinnen kann am Ende nur ich.
Die Haut dieser schlanken Perle ist leicht gebräunt. Kein blasses Schneckchen, der südländische Typ, der vor Lebensfreude und oftmals vor Geilheit strotzt.
Ja. Am Billardtisch sehe ich endlich, worauf ich eine Woche gewartet habe, was ich mir in der kurzen Zeit tausendmal vorgestellt habe. Ihren entblößten Po, die zwei Backen um ihr hinteres Loch, und nicht weit davon sehe ich ihre Scham das erste Mal. Und nicht zuletzt erblicke ich dort Feuchtigkeit.
Ich kann nicht anders. Während sie sich ganz weit vorbeugen muss, um die schwarze Acht zu versenken, knie ich nieder und lecke einmal von oben nach unten. Sie erschrickt vor meiner schnellen, scharfen Zunge und ihrer eigenen Wollust und stöhnt kurz und laut auf, um danach nur „mehr…“ zu hauchen.
Um uns herum sind Leute, besoffene Arschgeigen, aber das ist mir egal. Ich will hier und jetzt den Fick meines Lebens erleben.
Ich tue wie geheißen und ziehe mir die Hose herunter. Sie, immer noch am Tisch vorgebeugt, spreizt bereitwillig die Beine. Mein bestes Stück steht kerzengerade. Die Vorhut meiner Spermientruppe glänzt noch an der Vorhaut. Bereit zur Invasion.
Ich dringe in sie ein und sie stöhnt lauter, als ich je ein Geräusch vernommen habe. Feucht und warm ist ihr Lustzentrum und ich bin ganz sanft. Diese Momente will ich genießen. Wir bewegen uns im selben Rhythmus und es fluppt und flutscht wie füreinander bestimmt. Dann ficke ich sie mit harten Stößen, und sie, sie kann vor Lust nur noch wimmern.
In dieser Fotze bin ich Gott!
Nach wenigen Minuten bereits, die mir wie Stunden vorkommen, komme ich nicht zufällig in ihrer Grotte. Invasion erfolgreich. Und sie sagt: „mehr…“
Auch wenn ich noch immer geil bin und sie gleich nochmal nehmen könnte, drehe ich sie um und hebe sie ganz auf den Billardtisch. Ihre Schenkel fast breit wie im Spagat sehe ich ihre Vagina, ihre Muschi, ihre Möse, meinen Traum, ganz genau vor mir. Die äußeren wie inneren Lippen klaffen feucht auseinander. Bereit zur Oralattacke.
Ich bohre meine Zunge erst tief in sie, um dann ihren Kitzler zu bearbeiteten. Ich trinke meinen eigenen Saft, was sie nur mehr anmacht, und eine Mischung unserer Körperflüssigkeiten rinnt ihre Beine hinab. Ein Finger wandert zur Spalte Gottes und penetriert sie unter einem Lustschrei nach dem anderen. Gekonnt spiele ich mit ihrer Clit, während mein Mittelfinger bis zum Anschlag in ihr steckt. Auch sie kann nicht mehr. Ihre Mösenmuskeln ziehen sich zusammen und dann schreit sie es heraus: „Ich komme, ich komme, ich kommeeee….“ Ich zucke zusammen.
„Ich komme“ ertönt vom anderen Ende des Lokals und dann steht sie wieder vor mir. Nicht minder geil als zuvor, aber ihre Kleidung liegt perfekt und sie ist von Kopf bis Fuß sichtbar trocken. In den Händen hält sie zwei Drinks.
„Sorry, an der Theke habe ich mich noch festgequatscht“, sagt sie und fährt fort: „Worum es geht: Du bist mir letzte Woche sofort sympathisch gewesen. Du hast nur freundlich gelächelt und mich nicht gleich wie ein Stück Fleisch betrachtet und gleich angegraben, wie es leider alle Kerle immer machen. Da wusste ich, dass Du anders bist. Mein bester Freund ist auch ‚anders’, aber findet leider keine neue Beziehung, da die meisten schwulen Kerle auch immer nur an das Eine denken. Und da wollte ich Dich fragen, ob Du ihn vielleicht mal…“
Ich stehe auf und gehe, ehe sie zu Ende gesprochen hat. Die Frau wollte mich gar nicht, sie wollte mich in die Schlangengrube schicken. Ihr verdatterter Blick trifft mich im Rücken, aber nicht im Mark. Mir wurde Gott genommen. Es hat Gott nie gegeben. Aber das kann sie nicht verstehen.
Vermutlich wird sie ihrem besten Kumpel oder ihren Freundinnen erneut vorheulen, dass alle Männer nur ans Ficken denken. Und dabei gar nicht wissen, wie sehr sie damit ins Schwarze trifft.
Neben der in mir selbst hervorgerufenen Schmach hat die ganze Sache aber auch ihr Gutes:
Eingebildeter Sex ist besser als gar kein Sex. Oder vielleicht besser als realer Sex? In der Phantasie kannst Du treiben, was Du willst.
Und im nächsten Lokal wartet sicherlich schon die nächste Schönheit auf ein nettes Lächeln zwischendurch…
Retrospektive
Ich weiß nicht mehr genau, was der konkrete Anlass für diese Geschichte war. Mit meiner damaligen Freundin war (meiner Erinnerung nach zu diesem Zeitpunkt) alles okay. Auch wenn der Text eher pornös wirkt, ging es mir weniger um Sex, denn um einen locker-flockigen Einstieg und allen voran den Twist. Die stark männliche Perspektive wollte ich ad absurdum führen. Aber seien wir ehrlich: Erste Gehversuche sind holprig, der Text ist zu gewollt, hat handwerkliche Fehler und dafür fehlende Punchlines. Das gehört dazu. Definitiv wäre weniger auch damals mehr gewesen. So wirkt es eher wie eine Geschichte für pubertierende Jungen – von einem ebensolchen.

